öhm... ja...
was soll man jez machen? pfeile verbieten? bogenschützen verbieten?
auf dem df´06 hat eine kniende heilerin von hinten einen heftigen, ungebremsten schlag in den nacken bekommen und war meines wissens über wochen im krankenhaus
soll man jez larpwaffen verbieten? angriffe von hinten verbieten? knien verbieten?
dass unfälle - im allgemeinen - passieren können ist logisch, quasi "normal", dass in unserer wohlstandsgesellschaft verletzungen und das thema "tod" nicht alltäglich und selbstverständlich sind ist ein fragwürdiger luxus...
dass solche unfälle nicht der sinn von larp sind oder sein können ist vollkommen logisch
dass auf groß- oder mega-cons viele anfänger, vollpfosten, pappnasen, klappspaten, etc. zumindest in größerer zahl vertreten sind als sonst ist logisch, kann aber weder eine plausible erklärung dafür sein, dass gefährdendes verhalten eher mit nachsicht behandelt wird oder eben der weg für die absolute reglementierung geebnet sein soll
dass unfälle auf cons in dieser form passiert sind, ist für die betroffenen tragisch und beim sachlichen lesen hatte ich ein "oh" im hals stecken, gefolgt von den gedanken "scheisse, waren die pfeile nich safe" bis schlussendlich "wie is das ist denn überhaupt genau passiert?!"
für (direkt-)beteiligte meiner meinung nach ein unabdingbarer grund die gesamte situation, eigenes befinden, verhalten, spielmaterial zu reflektieren
aber reglementieren kann man (eigen-)verantwortliches verhalten nicht, wer soll/kann das schon objektiv kontrollieren? will man als spieler überhaupt so viel bzw. noch mehr kontrolle? ich nicht
eigenverantwortlichkeit erzwingen? prinzipiell kann ich mir da schöneres vorstellen, aber auf dem con, auf dem ich dieses wochenende war, hat´s geklappt: die orga hat keinen waffencheck gemacht und jeder einzelne spieler war im falle einer verletzung selbst haftend
für weiteres kann ich mich meinen vorrednern nur anschließen
@morkai: zum einen eingeschränkt das was shakoga sagt und zum anderen kotzt es mich an, dass materieller wohlstand und die gesamte ausrichtung des lebens darauf, die werte&normen in der gesellschaft so verdrehen, dass aus sozialem rückhalt in "natürlichen" oder selbstverständlichen ereignissen reine utopie geworden is, den satz anders gesagt: wir haben den "luxus" uns nicht um die wirklich ernsten dinge sorgen zu müssen und werden im umgang damit unfähig
@atan: wie kommst du´n darauf den satz destruktiv zu finden? was daran stößt auf? verstehe ich nicht...