Autor Thema: Fazit  (Gelesen 648 mal)

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Offline Dargrish

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Re: Fazit
« Antwort #15 am: 26.08.2009 um 19:38 »
Diese meine Conkritik steht ebenfalls schon im EE-Forum, hier habe ich jedoch noch ein paar orklagerspezifische Dinge ergänzt:

Gelände:
Gigantisch. Es bleibt nur zu hoffen, dass dem Betreiber keine weiteren Querelen seitens der Ortsansässigen ins Haus stehen, denn das Potenzial ist gewaltig.

Sanitäre Anlagen:
Die zwei Dixis am Orklager waren für die ~80 Personen, in Anbetracht der langen Wegstrecke zu alternativen Entleerungsmöglichkeiten, deutlich zu knapp bemessen. Dass diese beiden nur einmal gesäubert wurden, hat es nicht besser gemacht. Hier sehe ich enormen Verbesserungsbedarf.

Spielprinzip und Plot:
Wie zu erwarten war, hat mich das Täfelchen- und Questenprinzip nicht in seinen Bann ziehen können. Es gab für das Orklager kaum IT-Anreize, sich an dem Wettkampf ernsthaft zu beteiligen. Der über dem Keltenlager schwebende Geist des „Gewinnenwollens“ bei der ersten ernsthaften Belagerung, der uns Orks unversehens wieder in das Feeling des ungeliebten Daseins als NSC-Prügelknaben hineinkatapultierte, nahm mir auch das letzte bisschen OT-Motivation, um weiter um den Sieg mitzustreiten. So war schnell entschieden, dass wir unsere Kampfkraft dem einzigen ernstzunehmenden Verbündeten offerieren würden – dem Lager des Grünen Kometen.
Schön, dass es daneben noch kleinere Plots gab (z.B. um die Kraftsteine). Schade, dass diese aufgrund der Hitze und der stärkeren Schlachtenmotivation unseres Lagers nicht mehr zu Ende verfolgt werden konnten. Aber bitte, haltet unbedingt an so was fest und baut es weiter aus! Dieser Plot war einfach, aber gut, genau wie es auf einer solchen Veranstaltung sein sollte.

SL/Regelwerk:
Für manche war die Maxime des „Laisser-faire“, die sich die SL auf die Fahnen geschrieben hatte zwar ungewohnt, aber meines Erachtens war die Entscheidung dafür richtig. Denn für mich sind es gerade die Lockerheit und die Eigenverantwortlichkeit, die ein solches „LARP für Erwachsene“ ausmachen sollten. Niemand hat Lust, sich auf einer solchen Veranstaltung ständig Standpauken anhören zu müssen. Und wer miserabel spielt, wird insofern schon nicht auf Gegenliebe stoßen, als dass er recht bald niemanden zum spielen mehr finden wird. Natürlich ist ein Einschreiten in Ausnahmefällen auch nötig, Vollidioten gibt es immerhin überall. Aber für meinen Geschmack und nach dem, was ich mitbekommen habe, hat die SL genau das richtige Fingerspitzengefühl bewiesen.

Lager:

Keltenlager:
Durchwachsen wie eh und je. Leider sind es immer die unsterblichen Halbnackten, die einem am stärksten in Erinnerung bleiben, denn mit ihnen plagt man sich zwangsläufig länger herum, als mit jemandem, der gut ausspielt und schön stirbt. Ich bin mir sicher, dass eine ganze Menge Keltenspieler der letzteren Kategorie zuzurechnen ist, habe mich vor Ort allerdings umso mehr über erstere geärgert.
Der absolute Abgrund war schließlich eine keltische „Hohepriesterin“, die wir als Folteropfer erwarben. Ich habe noch niemals eine solche Form von Spielverweigerung wie bei dieser Dame erlebt. Weder war sie in der Lage, zwischen IT und OT zu trennen, noch sich zu schade, uns ihre komplette Liste an HighFantasy-Skillz ungefragt um die Ohren zu hauen. Als sie während der Folterung schließlich lauthals anfing zu lachen (offensichtlich OT belustigt), nachdem sie vorher keinerlei Reaktion gezeigt hatte, erklärten wir unser Ziel für erreicht (sie durch die Qualen wahnsinnig zu machen) und brachen das Ritual ab. Hätte sie doch wenigstens vorher gesagt, dass sie an einem gelungenen Zusammenspiel keinerlei Interesse hat...
Ich bleibe jedenfalls bei der Hoffnung, dass uns mit ihr die denkbar schlechteste Spielerin des Lagers in die Hände gefallen ist.

Lager des Grünen Kometen:
Endlich mal eine NSC-Armee mit dichtem Hintergrund und nicht nur lieblos aus dem Hut gezauberte Instant-Feinde wie auf so manch anderer Großcon!
Das Konzept gefällt und auch die Kostüme der Führungsriege wussten zu überzeugen. Ausbaufähig wäre jedoch das Outfit der unteren Ränge. Vielleicht wären ähnliche NSC-Deals wie es sie beim CoM gibt eine Möglichkeit (aber bitte mit mehr Style)...?

Pilgerlager:
Leider habe ich nur wenig mitbekommen. Zwei schöne Momente sind mir jedoch in Erinnerung geblieben:
Als ein Stroßtrupp der Pilger versuchte, ein Pamphlet an der Palisade des Orklagers anzubringen, hat dieser es geschafft, mir glaubhaft zu vermitteln, dass er sich vor mir und den anderen Orks fürchtet. (Ich weiß, innerhalb dieses Trupps befanden sich auch einige langjährige Orkspieler, die sicher darum wissen, aber dennoch: ) Mir als Orkspieler geht bei so was jedes Mal das Herz auf, denn es ist noch immer etwas Besonderes, nicht wie im Zoo, wie ein Stück Dreck oder wie ein Punchingball behandelt zu werden.
Der zweite Moment ist der schon vielfach gelobte Angriff bei der Endschlacht. Für einen Orkspieler sind auch diese Momente, in denen er sich ausnahmsweise mal nicht wie ein an einem Schildwall zerschellender Statist vorkommt, in denen nicht nur auf seiner Seite jeder Treffer schön ausgespielt wird, sondern in denen er auf glaubhafte und gleichwertige oder sogar unterlegene Feinde trifft, selten und daher hochgeschätzt.
Beide Szenen haben unheimlich dazu beigetragen, dass man sich als Ork als vollwertiger Spieler gefühlt hat, dessen Konzept OT akzeptiert wird. Ihr habt uns mit wenig Mühe bewiesen, dass die Entwicklung weg vom belächelten NSC-Schlachtvieh der richtige Schritt ist.
Daneben ist mir noch der Aufmarsch am Ritualplatz in Erinnerung geblieben, der mächtig Eindruck auf mich machte. Bei all den tollen Kostümen kam man aus dem Staunen schwer wieder heraus. ;)
Ansonsten war und bin ich noch immer Fan des Konzepts.

Orklager:
Die brutale Hitze hat uns über weite Strecken den Garaus gemacht. Der selbstgewählte weit entfernte Lagerplatz (den ich noch heute jederzeit wieder wählen würde, wenn ich mir erträglicherer Temperaturen sicher sein könnte) tat dazu sein übriges. Daher kam bis Donnerstag Abend von unserer Seite wenig zustande. Danach wurde versucht, zu retten, was zu retten war. ;) Bemängeln muss ich noch immer, dass die Bal’Hai bis Donnerstag Abend nicht verhandlungsfähig war, sodass keinerlei lagerinterne Diplomatie zustande kommen konnte, da die größte Fraktion nicht manövrierfähig war. Dadurch fiel der gesamte Mittwoch Abend (den Donnerstag zähle ich wegen der Hitze mal nicht mit) für größere Aktionen vollständig flach. Wenn euer Bal’Gris verhindert ist, möge er doch das nächste Mal einfach einen Bevollmächtigten zu uns schicken.
Trotzdem bin ich froh, dass es euch Bal’Hai gibt und sich wieder einmal deutlich zwei IT-Fraktionen mit schwelendem Konflikt im Orklager entwickeln. Dadurch wird eine ganze Menge Spiel möglich, das beide Seiten allein nicht hätten. Und, so platt es klingt, Spielmöglichkeiten sind das, was zählt.
Als Jurymitglied für das Orklager kann ich größtenteils ein positives Fazit ziehen. Zuvor bereitete mir so manch eingesandtes Foto doch einige Magenschmerzen und ich musste mich beherrschen, in meiner Bewertung sachlich und fair zu bleiben. Doch schaffte es der Löwenanteil jener Bewerber, die ich als Sorgenkinder eingeschätzt hätte, seine Gewandung mit großem Einsatz bis zum EE auf ein durchaus vorzeigbares Niveau zu bringen. Zu Streitereien ist es dabei glücklicherweise nicht gekommen. In der Regel wurden die Verbesserungsvorschläge unseres Teams akzeptiert und als konstruktiv aufgenommen. Daher bin ich gerne bereit, auch ein weiteres Mal eine solche Jurorentätigkeit zu übernehmen und weiterhin Hilfestellung bei der Aufwertung von Gewandungen zu leisten. Einige wenige Unverbesserliche, Ewiggestrige und Ausreißer nach unten gab es natürlich dennoch, aber ich hoffe, dass diese in der großen Masse toller Gewandungen nicht herausstachen, sondern untertauchten und vielleicht zu etwas mehr Einsicht gelangen konnten.

Zu den anderen Lagern kann ich leider zu wenig sagen, da ich sie entweder nicht exakt zuordnen konnte oder einfach zu wenig von ihnen mitbekommen habe.

Fazit:
Die knapp 800 km Anfahrt und der damit verbundene Stress haben sich gelohnt. Das Projekt steckt zwar noch in den Kinderschuhen und es gibt noch an vielen Ecken und Enden etwas zu verbessern, aber im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden und würde das Epic Empires allein wegen der lockereren DKWDDK-Atmosphäre und der hohen Bereitschaft, zu einem hohen Immersionsgrad beizutragen, vergleichbaren Veranstaltungen jederzeit vorziehen.
Schön fände ich es, wenn man einen Termin außerhalb der Conhochsaison finden könnte. Auch eine mildere Jahreszeit käme mir sehr zupass. Da man aufgrund der Altersbeschränkung ja nicht gar so arg an Schulferien gebunden sein dürfte, bin ich guter Hoffnung, dass sich in der Hinsicht etwas deichseln lässt. ;)

Offline Raff

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Re: Fazit
« Antwort #16 am: 27.08.2009 um 13:19 »

Ich bin kaum in der Lage das EE so zu beurteilen, wie ihr das könnt.
Larp Marathon hat mich etwas lahm gelegt und so verlass ich mich mal auf eure Einschätzungen...

Die Aktionen, die ich mitbekommen habe waren fast alle gut.

Was ich extrem positiv bewerten möchte ist, daß ihr trotz des heißen Wetters verhältnismäßig viel unterwegs und am Start wart... zumindest mein Eindruck.
Mal abgesehen vom Wetter ist das nämlich genau "der" Kritikpunkt, den ich an das Orklager habe... ...nämlich nicht 24h anspielbar zu sein (Turachs Klaue eingeschlossen natürlich).
Das EE hat mir zumindest teilweise gezeigt, daß es doch möglich ist.
Bei dem letzten Angriff auf unser Lager waren z.B. relativ schnell genug Leute am Start.
Finde ich schon mal ne positive Entwicklung.

Internes Spiel fand ich ganz gut.
Selbst nur als Klauen Spähtrupp hatten wir genug Anspielstationen und wurden cool angespielt.
Daß ihr uns den Schädel der Priesterin versprochen habt war schon geil, ein würdiger Tribut an Turach.
Insgesamt wurde mir persönlich allerdings zu viel diskutiert und um den heißen Brei geredet.

Das Konzept des EE ist sicherlich genau so zu bewerten, wie ihr das hier zum Ausdruck bringt.
Wie gesagt, ich kann das alles nur recht spärlich beurteilen.
Aber ich habe das Gefühl, daß da noch ne Menge rauszuholen ist.

Irgendwer sollte sich vielleicht die Mühe machen und die Punkte zusammengefasst an die nötigen Verantwortlichen schicken, damit sie'n Feedback haben.



Offline Die Katze

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Re: Fazit
« Antwort #17 am: 30.08.2009 um 13:40 »
hätte zu dem ganzen nur noch zwei Ergänzungen:

1. ich fand es von den Johannitern Schade, dass sie die Veranstaltung als zu klein eingestuft haben. Damit wurde die medizinische Versorgung meiner Meinung nach zu Lückenhaft. Die Weigerung des Krankenwagens den Bogenschützen mit der abgetrennten Fingerkuppe nur zu verbinden und nicht mit ins Krankenhaus zu nehmen kann ich als Mensch nicht nachvollziehen.

2. Die Versorung mit Trinkwasser am Orklager fand ich mangelhaft. Gerade wärend der Aufbauphase bei ca. 35° hätte der Brauchwassertank ein Trinkwassertank sein müssen. Wir habens organisiert bekommen ja, aber ein anderes, sterileres Gefäß hätte einiges an Zeit und Weg mit dem Jeep doch erspart, vor allem das man ab IT-Beginn die Strecke ja mit dem Auto hat nichtmehr fahren konnte.

wenn medizinische und sanitärische Einrichtungen nicht stimmen, nimmt es mir persönlich den Spielspaß.

Positive Erwähnung: Die zu Verfügung gestellten Wasserflaschen bei der Endschlacht
Wenn es kein Fleisch mehr gibt esse ich halt Vegetarier
 "Mehr Milch! Mehr Salz!"

Offline Arash

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Re: Fazit
« Antwort #18 am: 30.08.2009 um 23:11 »
Naja ich muss sagen, die Lager organisieren sich Großteil selbst auf dieser Con. Ihr habt den Platz da gewählt, da finde ich nicht das sie euch da Trinkwasser hinstellen müssen. Kauft euch halt was. Trinkwasser zur verfügung stellen gehört nicht zum Orgaaufgabenbereich.

LARP für Erwachsene heißt auch Hirn gebrauchen und sich Wasser besorgen in ausreichender Menge, was glaube ich die meisten Orks auch hatten.
M A Z N A K
Schleifer von Baraz-Gur!

Offline kerstin [moktaar]

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Re: Fazit
« Antwort #19 am: 31.08.2009 um 10:25 »

um etwas zur sanitätsversorgung zu sagen:
der am gelände/der veranstaltung stationierte krankenwagen darf nur in ausnahmefällen
seinen platz verlassen (und muß dafür die erlaubnis der leitstelle bekommen),
da sonst die medizinische versorgung der veranstaltung nicht
mehr gewährleistet wäre und diese dann unterbrochen werden müßte.  8)
da eine fingerkuppe einen nicht davon abhält sich kraft seiner füße und ggf seiner freunde (taxi)
in das nächste krankenhaus zu begeben, ist es durchaus verständlich, dass der san-dienst
an dieser stelle weder die veranstaltung unterbrechen, noch einen weiteren krankenwagen belegen möchte,
der mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit von menschen gebraucht wird,
die sich nicht ohne fremde hilfe von der stelle bewegen können und wirklich darauf angewiesen sind,
dass ihnen von öffentlicher stelle aus geholfen wird.

also mal ruhig bleiben :)
wie man das vermittelt ist natürlich eine andere sache.
sozialkompetenz ist nicht jedem gegeben ;)

Krieg! ...keinen Frieden!

Offline Garouk

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Re: Fazit
« Antwort #20 am: 31.08.2009 um 11:25 »
Jau das ist auch so nachvollziehbar und hat ja dann auch funktioniert die Orga hat uns ja auch bis zum Parkplatz gebracht, so dass wir denn zügig zum Uni Klinikum fahren konnten. Noch zudem war das ganze ja auch nur halb so dramatisch, da es ja quasi nur ne größere Hautabschürfung war. In der Endschlacht war er ja dann auch schon wieder fit und saß, das letzte Mal als ich ihn dort sah, nem Menschen auf der Brust, also hätte besser sein können, hatt aber auch so gepaßt!
"There will be no dawn for men." - Curunír

Offline Peter

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Re:Fazit
« Antwort #21 am: 03.10.2010 um 19:17 »
was wurde eigentlich aus der doku die gedreht wurde?
taugt die was hog mok?

Online Raûuk

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Re:Fazit
« Antwort #22 am: 03.10.2010 um 20:46 »
Soweit ich weiss wird die Anfang nächsten Jahres ausgestrahlt.